Ukraine-Konflikt

Die aktuelle politisch-gesellschaftliche Krise in der Ukraine begann im November 2013. Auslöser waren die Weigerung des damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch ein Assoziationsabkommen mit der Europäischen Union zu unterzeichnen und eine darauf folgende Demonstration dagegen auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz (Maidan Nesaleschnosti). Tatsächliche Ursachen des Konfliktes waren diese Ereignisse jedoch nicht. Die eigentlichen Gründe sind tieferliegende gesellschaftliche Probleme und politisch-ökonomische Konflikte innerhalb des Landes, aber auch geostrategische Interessen internationaler Mächte (USA, EU, Russland).

Straßenschild in Kiew. Bild: Stefan Korinth
Wohin führt der Weg für die russischsprachigen Großstädte der Ukraine? Foto: Stefan Korinth

Seitdem hat sich die Krise zu einem bewaffneten Konflikt entwickelt, der mindestens schon 10.000 Menschen das Leben gekostet hat. Weitere zehntausende Ukrainer wurden verletzt und/oder traumatisiert. Mehr als eine Million Menschen sind laut UNO auf der Flucht, mehrere Regionen haben sich abgespalten und internationale Unterstützer der Bürgerkriegsparteien steigern sich gegenseitig in eine Spirale aus Drohungen und Sanktionen. Der gegenseitige Hass vieler Ukrainer ist in unvorstellbarem Maß gewachsen.

 

Das ganze Thema beschäftigt mich sehr, da meine Frau Ukrainerin ist, und ich mich durch Besuche, sozialwissenschaftliche Forschung und mittels verschiedener Literatur intensiv mit dem Land auseinandergesetzt habe. Leider musste ich seit Beginn des Konflikts Ende 2013 feststellen, dass es in deutschen Medien in erschreckender Weise an Wissen über und Interesse an der Ukraine mangelt. Als Journalist bin ich aber noch mehr über die tendenziöse, irreführende und einseitig-parteiische Berichterstattung fast aller Medien zum Ukraine-Konflikt entsetzt.

 

Deshalb habe ich einige Medienkritiken zum Thema geschrieben. In der Spalte links  finden Sie diese und alle weiteren meiner bisherigen Texte zum Ukraine-Konflikt. Manche dieser Artikel haben es auch in ein eBook des Online-Magazins Telepolis geschafft (Herausgeber Florian Rötzer: "Medien im Krieg").